Trachten

 
Historische Bregenzer Tracht – Patriziertracht:
 
 

 

 

 
Bei der Männertracht ist das wesentlichste Merkmal der elegante „Gehrock“, dessen Schnitt heute zwar einheitlich, die Farbe jedoch unterschiedlich sein kann. Auffallend dazu ist der graue Zylinderhut, er strahlt immer einen Hauch von Noblesse aus. Wei­ters gehört dazu eine zweireihige Weste aus gemusterten oder einfärbigen Seidenstof­fen, eine schwarze Halsmasche auf weißem Hemd, eine schwarze Kniebundhose mit weißen Kniestrümpfen und schwarze Schnallenschuhe.
 
Bei der Frauentracht ist der Hauptteil das bodenlange Kleid mit weiten Ärmeln aus fein gemustertem Seidenstoff oder heutzutage auch Kunststoffmischgeweben, die den Vorteil der größeren Strapazfähigkeit haben. Dazu gehört eine weiße Halskrause, ein weißer Unterrock und weiße, gestrickte, halblange Handschuhe, die zwar keine Finger, aber die Ansätze da­für haben. Man trägt zur Tracht weiße Strümpfe und halbhohe schwarze Schnallen­schuhe. Als Schmuck werden zur Tracht Broschen, Halsketten und Ohrgehänge getragen. Die sitzende Frau rechts trägt lange Winterärmel.
 

 
Das auffallendste und auch das teuerste bei der Frauentracht ist die Kopfbedeckung, nämlich die Radhaube, die aus echt vergoldeten oder auch versilberten Metallfaden-Materialien besteht, welche zu kunstvollen ornamentartigen Mustern auf einem Draht­gestell ver­arbeitet werden. Sie wird als „Bodenseeradhaube“ bezeichnet, weil sie im ganzen Bodenseeraum anzutreffen ist, manchmal auch in etwas veränderter Form. Die Her­stellung dieser Hauben geschieht ausschließlich in Handarbeit und ist äußerst zeitauf­wendig. Eine fleißige Haubenmacherin braucht für eine Haube mindestens 500 Arbeitsstunden, zumal dabei die Augen besonders angestrengt werden. Selbst unter optima­len Voraus­setzungen kann an einem Tag nicht mehr als 5 Stunden an einer Haube ge­arbeitet wer­den. Nach vielen Bemühungen gelang es, die nahezu in Vergessenheit geratene Technik des Haubenmachens wieder zu rekon­struieren und dokumentarisch festzuhalten, sodass neuerdings wieder Hauben angefer­tigt werden können.
 
   


Ehrenobmann Dipl.-Ing. Alois Forster ( 6.6.2008) mit Gattin Rosi

 
Bregenzer Volkstracht:
 
 

 

Die Frau links trägt ein blaues Seidenbrokatmieder mit Haftverschluss und einer Rüsche um den Halsausschnitt, welche mit einer Schmuckbrosche abgeschlossen wird. Der Rock ist schwarz mit roter, ein wenig sichtbarer Innenblende. Die bauschigen, weißen Blusenärmel haben den gleichen Schnitt wie bei der Patriziertracht; am Hals sitzt eine kleine Spitzenrüsche. Die Seidenschürze ist festlich, zartfarbig und in sich gemustert.
Die rote Wintertracht ist hoch geschlossen mit runder Bordüre und am Hals aus dem gleichen Stoff ein Fältchenabschluss. Der Rock ist mit einer schwarzen Blende ausge­stattet; die Schürze leicht kariert.
Die grüne Tracht zeigt die Rückenpartie. Sie ist aus Baumwolldruckstoff und für den Werktag gedacht. Die Bluse hat kürzere, wenig weite Ärmel. Die Strümpfe sind auf die jeweilige Farbe des Stoffes abgestimmt.
Zu jeder Tracht wird ein weißer Unterrock getragen.
Am Boden liegt die schwarze Jacke, auch Bregenzer Jäckle genannt, mit Samtbandein­fassung sowie grüner und roter Stickverzierung.
  
 

  Ehren-/Obmann Walter Elmenreich mit Gattin Marianne

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